Was uns auszeichnet


Über 20 Jahre "Die Brücke"
1997-heute

Am 17. April 1997 wurde unsere Einrichtung als Förderzentrum mit Wohnheim mit dem damaligen Kultusminister Bayerns, Herrn Dr. Hans Zehetmair, feierlich eröffnet. Mittlerweile bietet unsere Förderstätte 38 Teilnehmern in sieben verschiedenen Bereichen Förderung und Betreuung.

Im Wohnheim erleben 20 Bewohner in den "eigenen vier Wänden" das tägliche Leben in größtmöglicher Selbständigkeit und Selbstbestimmung mit persönlicher Freitzeitgestaltung.

Menschen mit Behinderung benötigen individuelle Betreuung, Förderung und Pflege. In unserer Einrichtung bieten wir Menschen mit schwerer körperlicher und mehrfacher Behinderung diese Betreuung an. Unsere Förderstätte bietet in 7 Kleingruppen mit den Schwerpunkten Holz, EDV, Glas, Ton und Textil für 38 Teilnehmer differenzierte Förderung, Betreuung und Pflege an. In unserem Wohnheim stehen in 3 Gruppen für 20 Bewohner Wohnplätze in Form von Einzelzimmern zur Verfügung. Der Schwerpunkt der individuellen Förderung, Betreuung und Pflege liegt hier im alltagspraktischen Bereich sowie der Freizeitgestaltung.

Je nach Bedarf kann der Betreute zwischen einer teilstationären Betreuung (Förderstätte), vollstationären Betreuung (Wohnheim) oder vollstationären Betreuung (Förderstätte und Wohnheim) wählen.

Pädagogisches Konzept unserer Einrichtung

Die Entwicklung der Persönlichkeit des erwachsenen Menschen in Ihrer Ganzheit steht im Mittelpunkt unserer Arbeit. Die Achtung der Person, ihrer Würde und Individualität ist die Grundlage unseres Denkens und Handelns. Durch unsere Betreuungsangebote in Förderstätte und Wohnheim wollen wir unseren Betreuten die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft ermöglichen. Wir unterstützen sie dabei ihre individuellen Fähigkeiten zu entdecken, zu entwickeln und zu erhalten.
Unser Ziel ist Normalität in dem Sinne zu erreichen, dass die persönliche Beeinträchtigung die ein Mensch durch seine Behinderung in seinen Lebensbereichen erfährt, durch unsere Unterstützung so gering wie möglich bleibt (Normalitätsprinzip). Wir bieten den Betreuten Hilfe zur Selbsthilfe an nach dem Grundsatz „Soviel Hilfe wie nötig, so wenig wie möglich“.

Die Förderstätte stellt dabei den Arbeits- bzw. Beschäftigungsbereich dar. In einer entspannten Atmosphäre wollen wir den Teilnehmern Freude an der Arbeit/Tätigkeit sowie der persönlichen Leistung vermitteln. Die Teilnehmer können unterschiedliche Techniken und Fertigkeiten sowie den Umgang mit verschieden Materialien und Werkstoffen erlernen. Im Wohnheim liegt der Schwerpunkt auf alltagpraktischen Tätigkeiten und Fertigkeiten sowie auf der persönlichen Freizeitgestaltung. Die Bewohner werden bei den Aufgaben und Abläufen des Alltags angeleitet und aufgefordert, im Rahmen ihrer Möglichkeiten mitzuarbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Dies gilt z.B. für die Zubereitung von Mahlzeiten, die Ordnung im eigenen Bereich, die Mithilfe bei der Wäscheversorgung, das Einkaufen von Dingen für den persönlichen Bedarf wie auch für die Grundpflege.

Die Pflege, die jeder Betreuter in unterschiedlicher Form und Ausmaß benötigt, wird sowohl in der Förderstätte wie auch im Wohnheim sichergestellt. Dabei finden die aktuellen Pflege- und Expertenstandards Anwendung. Ziel unserer Förderung und Betreuung ist, unsere Betreuten im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten zu einem Leben mit größtmöglicher Selbständigkeit und Selbstbestimmung zu befähigen. Wir möchten ihnen dadurch zu mehr Lebensqualität verhelfen.

Zum Wohl unserer Betreuten arbeiten wir hier mit den Angehörigen und/oder rechtlichen Betreuern eng zusammen. Die Interessen der Betreuten in der Förderstätte werden durch einen Förderstättenbeirat vertreten. Im Wohnheim geschieht dies, gemäß den geltenden rechtlichen Bestimmungen, durch einen Heimbeirat oder Heimfürsprecher. Darüber hinaus möchten wir dazu beitragen, dass die Integration von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft gefördert wird.

Betreuung und Förderung

Als Grundlage für unsere pädagogische Arbeit dient uns ein ganzheitlicher Betreuungsansatz. Das bedeutet, dass wir jeden Betreuten mit den ihm eigenen Stärken und Schwächen wahrnehmen und unsere Förder- und Betreuungsarbeit danach ausrichten. Vor diesem Hintergrund erstellen wir für jeden Betreuten eine persönliche und individuelle Förderplanung. Mögliche Förderschwerpunkte setzen wir im:

  • Körperlichen Bereich
    Körperwahrnehmung, Grob- und Feinmotorik, Mundmotorik, Bewegungsabläufe, manuelle Fertigkeiten, Mobilität
  • Sozialen Bereich
    Gemeinschaft erleben, eigenverantwortliches Handeln, Kommunikation, verbale und nonverbale Kommunikationsmöglichkeiten, Umgang mit Gefühlen, Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität
  • Lebenspraktischen Bereich
    Sich zurechtfinden in der Öffentlichkeit, Kulturtechniken, Umgang mit Geld, Zeiteinteilung, Einkaufen für den persönlichen Bedarf, Freizeitbeschäftigung in Form von Ausflügen und kulturellen Veranstaltungen
  • Kognitiven Bereich
    Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Konzentration, Ausdauer, Allgemeinbildung.

Art und Ausprägung der Behinderung sind bei unseren Betreuten unterschiedlich. Danach richtet sich das individuelle Maß der Teilnahme am Förder- und Betreuungsprozess, das von elementaren Erfahrungen wie z.B. persönlicher Zuwendung bis hin zur Bewältigung von komplexeren Aufgaben reicht. Die Erstellung der Förderplanung sowie deren Fortschreibung, in der Regel einmal jährlich, findet zusammen mit dem Teilnehmer, den Angehörigen, dem Bezugsbetreuer sowie dem Fachdienst statt. Wir sorgen in der täglichen Fördersituation für ein ausgewogenes Maß an Regeln und Freiraum und vermitteln Grundwerte, die unsere demokratische Gesellschaft widerspiegeln.

Zusammenarbeit mit Angehörigen und / oder rechtlichen Betreuern

Eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern der Einrichtung und den Angehörigen und/oder rechtlichen Betreuern ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Arbeit. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame und verantwortungsbewusste Handeln zum Wohle der Betreuten. Für Fragen und Anliegen der Angehörigen und/oder rechtlichen Betreuer sind in der Regel die Bezugsbetreuer in den einzelnen Gruppen die zuständigen Ansprechpartner.

Der regelmäßige und transparente Austausch von Informationen findet zudem in Form von persönlichen Kontakten, Telefonaten und in schriftlicher Form statt. Dies geschieht z.B. durch Einzelgespräche (Förderplangespräche), Informationsabende, Infoschreiben sowie der eigenen Web-Site. Darüber hinaus bieten gemeinsame Feste und Feiern wie z.B. das Osterfrühstück, das St.-Quirin-Fest, oder der Weihnachtsbazar Gelegenheit zum persönlichen und informellen Austausch.

Öffentlichkeitsarbeit

Diese Veranstaltungen dienen auch dazu, in der Öffentlichkeit Präsenz zu zeigen, um diese zu informieren und für unsere Arbeit zu interessieren. Ergänzend nutzen wir dafür unsere Infobroschüren, Pressekontakte, sowie Info- und Verkaufsveranstaltungen. Unterstützung erhalten wir hier auch von Personen aus dem öffentlichen Leben, die die Schirmherrschaft für unsere Einrichtung übernehmen.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Unsere Einrichtung ist geprägt von einer persönlichen und familiären Atmosphäre. Auf Grund der Überschaubarkeit und räumlichen Nähe der einzelnen Abteilungen entstehen intensive Kontakte und Beziehungen zwischen allen Personen. Das Zusammenleben und Zusammenarbeiten wird dadurch positiv beeinflusst. Wir richten unsere Zusammenarbeit auf das Wohl unserer Betreuten aus und sehen uns als ein Team, das miteinander im offenen Dialog steht. In diesem Kontext ist die Fähigkeit, Kritik zu empfangen und auch zu äußern ein wesentlicher Bestandteil der fachlichen Anforderungen, die unser komplexer Arbeitsbereich an die Mitarbeiter stellt.

Neben den Kontakten der einzelnen Bereiche untereinander haben der fachliche Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Förderstätte und Wohnheim eine zentrale und entscheidende Bedeutung. Die Mitarbeiter beider Betreuungsbereiche nutzen dafür unterschiedliche Möglichkeiten wie z.B. Übergaben, Bezugsbetreuertreffen, Fallbesprechungen, Arbeitskreise im Zuge des QM, gemeinsame Projekte und abteilungsübergreifende Vertretungen. Hier werden einheitliche Regeln und Umgangsformen vereinbart deren Einhaltung selbstverständlich ist.

Grundsätzlich ist es erstrebenswert, gleiche Ziele, wie sie sich aus der Förderplanung ergeben, nach Absprache auch abteilungsübergreifend zu verwirklichen. Jedoch sind Arbeiten und Wohnen auch in der Normalität eines Menschen ohne Behinderung zwei unterschiedliche Lebensbereiche, so dass sich durchaus unterschiedliche Bedürfnisse und damit Ziele und Maßnahmen in der Betreuung ergeben können und dürfen. Die Eigenbestimmung des Betreuten soll im Vordergrund stehen.
Die gemeinsame Organisation von Festen und Feiern bietet die Gelegenheit, die Kontakte und Beziehungen aller Personen zu pflegen und zu vertiefen.

Deine Ansprechpartner

Paul Schlierf-Motejzik

Geschäftsführer

Herr Schlierf-Motejzik leitet die Förderstätte und das Wohnheim seit über 20 Jahren als Geschäftsführer und hat die Einrichtung von Beginn an mit aufgebaut.

„Für die Zusammenarbeit und das Zusammenleben bei uns in der „Brücke“ sind für mich Kontinuität, Vertrauen und Verlässlichkeit wesentliche Voraussetzungen.“

Siegrit Brock

Förderstättenleitung

Frau Brock ist die Förderstättenleitung unserer Einrichtung und seit 20 Jahren bei der „Brücke“ tätig. Sie kümmert sich um die Betreuung von insgesamt 38 Teilnehmern.

„Was wir alle gemeinsam haben? Wir sind alle unterschiedlich. Und für das Ganze sind wir alle wichtig.“

Christian Kipnick

Wohnheimleitung

Herr Kipnick ist der Leiter unseres Wohnheims. Hier betreut er mit seinem Team bis zu 20 Personen rund um die Uhr.

„Aus meiner Sicht liegt der Charme unserer Einrichtung an der überschaubaren Größe und der damit verbundenen Nähe zu den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“


Personal

Um für unsere Teilnehmer und Bewohner die bestmögliche Betreuung zu gewährleisten, arbeiten in unserer Einrichtung Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen wie z.B. Sozialpädagogen, Heilerziehungspfleger, Altenpfleger, Erzieher, Krankenschwestern und Pflegehilfskräfte zusammen. Für die Betreuten und Mitarbeiter steht zudem in beiden Bereichen flankierend ein psychosozialer Fachdienst zur Verfügung. Zusammen mit den Mitarbeitern aus der Verwaltung und den Hausdiensten entsteht ein multiprofessionelles Team.


Zusammenarbeit mit externen Partnern

Zusätzlich zu den eigenen Mitarbeitern benötigen wir zur Umsetzung unserer Betreuungsarbeit externe Partner. Unser Ziel ist es, mit diesen Partnern freundlich, offen und vertrauensvoll zusammen zu arbeiten. Sie sollten in der Lage sein, sich auf die besondere und sensible Betreuungssituation in einer Einrichtung einzustellen.

Dienstleister

In bestimmten Bereichen sind wir, um den reibungslosen Ablauf in unserer
Einrichtung sicher zu stellen, auf externe Dienstleister (zum Beispiel
Beförderungsunternehmen, Handwerker, Versicherungen, Energieversorger,
Lieferanten und Reinigungsfirmen) angewiesen. Bei der Auswahl der
jeweiligen Firmen achten wir auf Fachlichkeit, Zuverlässigkeit und
Leistungsfähigkeit. Im Bereich der Beförderung legen wir zudem Wert auf,
Sicherheit, Pünktlichkeit und Kontinuität.

Ärzte und Therapeuten

Im Rahmen der täglichen Betreuungsarbeit geben wir Ärzten (Wohnheim) und Therapeuten (Logopäden, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten) die Möglichkeit, ihre Leistungen für unsere Betreuten anzubieten.

Ausbildungsstätten und Schulen

Als Ausbildungsstätte engagieren wir uns für den Nachwuchs von Fachkräften für unsere Branche. In enger Zusammenarbeit mit Fachakademien bieten wir als Praxisstelle seit vielen Jahren Ausbildungsplätze für den praktischen Teil der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger an. Als Einsatzstelle für das FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) arbeiten wir seit Jahren erfolgreich mit der Verwaltungsstelle des BRK München zusammen.
Ergänzend bieten wir Schülern aus unterschiedlichen Schultypen die Möglichkeit, Betriebspraktika sowie Praktika zur Berufsorientierung in unserer Einrichtung zu absolvieren. Unsere Einrichtung ist zudem als Einsatzstellte für ZDL (Zivildienstleistende) anerkannt.

Andere Einrichtungen

Wir pflegen regelmäßige Kontakte zu anderen Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie zu anderen Institutionen, die im sozialen Bereich tätig sind. Mit ihnen betreiben wir einen Austausch zu fachlichen und aktuellen Themen und Entwicklungen. Wir beteiligen uns zudem aktiv an Fachgremien und Modellprojekten. Zu unseren Kontaktpartnern gehören insbesondere vor- und nachgeschaltete Einrichtungen, vorrangig die Bayerische Landeschule für Körperbehinderte, die Einrichtungen der Behindertenhilfe in der unmittelbaren Nachbarschaft sowie unser Spitzenverband (bpa), Verbände und öffentliche Einrichtungen.

Behörden

Die Einrichtung arbeitet mit verschiedenen Behörden (Bezirk Oberbayern, anderen Kostenträgern (z.B. Unfallversicherungen), Heimaufsicht, Krankenkassen etc.) zusammen. Die Kontakte gestalten wir partnerschaftlich und konstruktiv. Um die Interessen der Betreuten und der Einrichtung zu wahren, beinhaltet dies bei kontroversen Themen durchaus auch eine kritische Auseinandersetzung mit den Behörden.

Lage und Ausstattung

Unsere Einrichtung befindet sich in München – Obergiesing. Sie liegt verkehrsgünstig in unmittelbarer Nähe zur U-Bahn und Bushaltestelle St.-Quirin-Platz. Alle Räumlichkeiten innerhalb des Hauses sowie der Zugang zum Garten und den Außenanlagen sind barrierefrei und behindertengerecht ausgestattet.

Finanzierung und Kostenträger

Die Finanzierung der Einrichtung erfolgt durch öffentliche Mittel. Der Bezirk Oberbayern ist als Träger der überörtlichen Sozialhilfe der für uns zuständige Kostenträger. Weitere Informationen über die Träger und Kostenträger der Einrichtung finden Sie hier.

Qualitätsmanagement

Förderstätte und Wohnheim sind Einrichtungen der Eingliederungshilfe. Die wesentlichen rechtlichen Bestimmungen und Grundlagen ergeben sich aus den Sozialgesetzbüchern SGB IX und SGB XII sowie dem Bayerischen Rahmenvertrag und der jeweiligen Rahmenleistungsvereinbarung in ihren aktuellen Fassungen. Für das Wohnheim findet zudem das Bayerische Pflegequalitätssicherungsgesetz (vormals Heimgesetz) Anwendung.

Rechtliche Bestimmungen

Um die hohen Anforderungen, die unsere Betreuten und wir selbst an die Betreuung in unserer Einrichtung stellen erfüllen zu können, werden Leitbild, Konzeption und alle relevanten Abläufe im Zuge eines Qualitätsmanagement-Systems in regelmäßigen Abständen überprüft, gegebenenfalls überarbeitet und an die veränderten Anforderungen angepasst. Die Weiterentwicklung unserer fachlichen Kompetenzen im Bereich der Pflege und Pädagogik stellen wir durch regelmäßige interne und externe Fortbildungen sowie durch Supervision sicher. Unser Ziel ist es, mit den verfügbaren Ressourcen eine nach Möglichkeit gleich bleibend hohe Betreuungsqualität zu sichern. Dies ist aber maßgeblich davon abhängig, in welchem Umfang uns die finanziellen Mittel dafür zur Verfügung gestellt werden.

Jeder Mensch in unserer Gesellschaft hat die gleichen Rechte. Wir möchten Menschen mit Behinderung dabei unterstützen Wege zu finden, diese Rechte auch wahrzunehmen und neue Möglichkeiten eröffnen, selbstbestimmter zu leben. Unser Ziel ist es daher, unsere Einrichtung und damit die Betreuungsplätze dauerhaft zu erhalten.